Die Gruppe der Bläser des Musikvereins vergrößerte sich kontinuierlich. Jeder neue Bläser musste damals eine Summe von 200 Mark anzahlen. Durch Haussammlungen, Spenden und monatliche Beiträge der Musiker von fünf Mark konnten die ersten Noten und Instrumente angeschafft werden. Bereits im Gründungsjahr beendete man das Jahr mit einer Winterfeier, die weitere Einnahmen brachte.
In den Folgejahren machte sich die Inflation auch im Verein stark bemerkbar. Obwohl überall große Armut und Not herrschte, schafften es die Gründer des Vereins und ihre Kameraden, den Verein finanziell auf Kurs zu halten.
Auszug aus einem Protokoll von damals:
„Bei Geldmangel ist der Ausschuß berechtigt, Anteilscheine auszugeben. Der Zinsfuß wird jeweils festgesetzt ....“.
Der Verein vergrößerte sich zum Jahresende 1922 auf 16 Mitglieder. Der Kassenbestand am 31.12.1923 (Inflationszeit) betrug ca. 120 Billionen Mark, das waren umgerechnet ca. 120 Reichsmark.

Musikverein 1922